Lautlos durch die Luft gleiten, sich nahezu schwerelos der Ursprünglichkeit des Elements hingeben - damit
verbinden viele ihren Traum vom Fliegen. Wie aber kann ein Flugzeug ohne Motor in der Luft bleiben und darüber
hinaus noch an Höhe gewinnen? Das ist die Kunst des Segelfliegens, wo es vor allem darauf ankommt,
sehr feinfühlig zu reagieren und die Gegebenheiten des Wetters konsequent zu nutzen. Apropos Wetter:
Viele glauben, dass für die Länge eines Segelfluges die Windstärke entscheidend ist.
Irrtum! Nicht der Wind hält das Flugzeug oben, sondern aufsteigende Warmluftmassen sorgen dafür, dass ein Segelflieger nach
oben "getragen" wird. Natürlich braucht jeder Pilot viel Flugerfahrung, um im richtigen
Moment einzukreisen und mit der umgebenden Warmluft, genannt "Thermik", aufzusteigen. Dabei ist er auch auf
seine Instrumente angewiesen, die ihn zuverlässig über Höhe, Geschwindigkeit und Fluglage informieren
müssen und ihm darüber hinaus anzeigen, ob er steigt oder sinkt. So kann ein Segelflugzeug auch mehrere Stunden
in der Luft bleiben und mehrere hundert Kilometer dabei zurücklegen. Obwohl eben diese Leistungsflüge
meistens in einsitzigen Flugzeugen durchgeführt werden, ist der Segelflug dennoch ein Teamsport, da man im Windenbetrieb etwa 6
Kameraden braucht um einen Piloten in die Luft zu bekommen. So entsteht eine gute Gemeinschaft in die auch oft schon der
ganz kleine Nachwuchs integriert ist.
Ohne eine gehörige Portion an Übung geht es also nicht. Neben der praktischen Ausbildung im Flugzeug müssen eine Reihe theoretischer Prüfungsfächer belegt werden, bevor der Segelflugschein ausgestellt wird. Der Aero-Club Koblenz bietet parallel zur Praxis vereinsinternen Unterricht von kompetenten Fluglehrern und Fachleuten an. Näheres hierzu erfahren Sie im Kapitel Flugausbildung im Aero-Club Koblenz.